2017: Neu hinsehen! Ein katholischer Blick auf Luther

Ein Projekt der KEB Sachsen-Anhalt und der Akademie des Bistums Magdeburg


Teilprojekte

Im Rahmen des Projekts "2017: Neu hinsehen! Ein katholischer Blick auf Luther" sind klar definierte Teilprojekte bis Ende 2016 vorgesehen. Dazu gibt es nachfolgend einige Basisdaten.

 

Darüberhinaus werden noch weitere Ideen und Aktionen angedacht, die zum Weiter-Denken, Sich-Informieren und Neues-Dazulernen anregen wollen. Hierfür gibt es zeitnah Informationen. Zusätzlich helfen die Link- und Literaturtipps sowie die Unterseite Wissenswertes weiter.

Publikationen

In Ergänzung zu diesem Internetauftritt sollen zwei Publikationen eine vertiefende Beschäftigung mit Themen rund um Luther und die Reformation ermöglichen:

 

1. Ein kleines Buch will kurz und knapp über das Historische Information bereitstellen, den Bogen hin zu ökumenischen Fragestellungen der Gegenwart spannen und dabei einen Zugang zu Glaube und Kirche eröffnen. Es richtet sich an einen breiten Leserkreis.

 

 

2. Ein größeres Werk (Sammelband) arbeitet speziellere Themen und Probleme aus katholischer Perspektive heraus und versucht so einen Dialogbeitrag zum Jahr 2017 in ökumenischer Absicht zu leisten. Es erscheint beim Bonifatius-Verlag Paderborn unter dem Titel: "Neu hinsehen: Luther! Katholische Perspektiven - ökumenische Horizonte". Autoren sind u.a. Dorothea Sattler, Klaus Unterburger, Günther Wassilowsky.

 

Beide Publikationen sind nun erschienen (siehe Hinweise Startpage)!

Studienfahrten

Aus Büchern kann man viel lernen - doch ist es gerade bei geschichtlichen Themen oft hilfreich, die Zeugnisse vor Ort anzusehen, Geschichte sozusagen zu "be-greifen". Daher werden seitens des Projekts Studienfahrten aus dem ganzen Bundesgebiet an die historischen Stätten mitorganisiert.

Es lohnt sich z.B. in Wittenberg gewesen sein, um besser zu verstehen, wie die Stadt mit Universität und Residenzausbau sowie dem dichten Personennetzwerk auf kleinem Raum Anfang des 16. Jh. eine Forschungs- und Lehratmosphäre schuf, die maßgeblich zur Ausbildung und Verbreitung von Luthers Gedanken beitrug.

 

Die faszinierenden historischen Städte und Dörfer im Stammland der Reformation (heute v.a. Sachsen-Anhalt bzw. das Bistum Magdeburg) lassen Geschichte lebendig werden und regen zum Austausch über Lebens- und Glaubensfragen an. Auch die Spuren und Zeugnisse katholischer Tradition sind lohnenswert. Wer weiß schon, dass die Region zu den klösterreichsten Gegenden des Spätmittelalters gehörte?

 

Insgesamt kamen über 90 Personen aus der kirchlichen Erwachsenenbildung (von Akdemiedirektoren bis zu Bildungsbeauftragten) an kath. wie ev. Stätten, die Reformationsgeschichte schrieben.

 

Weitere Informationen zu den Lutherstätten hier.

Fachtagung

Ein schwerpunktmäßig im Bereich der Erwachsenenbildung verortetes Projekt setzt am Ende der Laufzeit ein Signal mit einer bundesweiten Fachtagung in Kooperation mit der KEB Deutschland.

 

Arbeitstitel: "Reformation - ein Bildungsgeschehen?". Auf der Tagung am 28./29.10.2016 wurden die konfessionellen Bildungstraditionen analysiert und in Beziehung zueinander gesetzt, außerdem wurde in ökumenischer Hinsicht nach dem Wert eines christlichen Bildungsideals angesichts zunehmender "Verwirtschaftlichung" von Bildung gefragt.

Referenten waren u.a. Johanna Rahner, Günter Frank, Jörg Splett, Burkhard Neumann.

 

Aktueller Programmfolder hier.

"Mit-Luther-zum-Papst"-Pilgerprojekt

Ein großes ökumenisches Pilgerprojekt möchte Jung und Alt, Evangelisch und Katholisch miteinander in Kontakt bringen. Dabei begibt sich die Fahrt auf die Spuren Luthers, der im Auftrag seines Ordens wohl 1510/11 in Rom war und dort selbst noch die sogenannte Heilige Stiege betend erklomm, um damit für seine Großeltern einen Ablass von zeitlichen Sündenstrafen zu erlangen.

 

Ist der Papst als Nachfolger des für Jesus wichtigsten Jüngers, des Apostels Petrus, im katholischen Verständnis bis heute der "Garantiegeber" für die Treue zum Ursprung des Glaubens (egal wie die historischen Amtsinhaber handelten), sah Luther in der damaligen Form des Papsttums den Antichrist am Wirken und die ganze Kirche am Abgrund. Diese Sichtweise stellt im Gespräch der Konfessionen immer noch einen Reibungspunkt dar.

Vor diesem Hintergrund ist bewusst eine ökumenische Fahrt beabsichtigt, um sich in Beschäftigung mit der Charta Oecumenica über das Trennende wie Verbindende zu verständigen und fruchtbare ökumenische Perspekiven für die Zukunft zu eröffnen. Zugleich führt der Weg nach Rom, der Stadt mit den Gräbern von Petrus und Paulus, der bedeutendsten Zeugen der Auferweckung Jesu. Die Spuren der frühen Christen, die Zeugnisse vom Mittelalter bis zum Barock lassen Christentumsgeschichte in verdichteter Form nachvollziehbar werden - ganz abgesehen von der Ausstrahlung der antiken Stätten des klassischen Roms der Senatoren, Schriftsteller und Kaiser.

 

Weitere Informationen zum Pilgerprojekt hier.

 

Aktuell: Die Fahrt ist abgeschlossen - und war ein eindrückliches Erlebnis! Alle Ereignisse auf der entsprechenden Facebook-Seite: Link hier.